Literaturrezension: Fotos, die die Welt bewegten



Es gibt einige historische Fotografien, die wohl fast jeder Mensch kennt. Sie stehen stellvertretend für ein geschichtliches Ereignis oder gar eine ganze Epoche. Dabei wird die Komplexität der vergangenen Jahrzehnte und Jahrhunderte so reduziert, dass die Geschichte für jedermann erfahrbar und erlebbar wird.

Herausgeber Peter Stepan versammelt in seinem Buch ‚Fotos, die die Welt bewegten‘ hundert der berühmtesten Fotografien aus den letzten zwei Jahrhunderten: vom Jahrhundertbeben in San Francisco im Jahre 1906 über die Zusammentreibung der Juden im Warschauer Ghetto während des Zweiten Weltkriegs bis hin zu Conrad Schumann Sprung in die Freiheit in den Anfangstagen des Mauerbaus, von Che Guevaras Konterfei über Willy Brandts Kniefall in Warschau bis hin zum atomaren Unfall von Tschernobyl.

Die Bilder sind jeweils immer mit Informationen zur Entstehungsgeschichte, zum historischen Kontext sowie zur Bedeutung der Fotografie versehen. Leider fällt dies meist recht knapp aus und weitergehende Informationen wären schön gewesen. Außerdem erscheint die Auswahl der Bilder manchmal etwas willkürlich. So fehlt zum Beispiel eine Aufnahme der „Rosinenbomber“ während der Berlin-Blockade.

Alles in allem ist es ein sehr solides Buch. Für einen ersten Einblick über die historischen Geschehnisse seit circa 1900 ist es empfehlenswert. Wer jedoch tiefgründige Bildanalysen sucht, kommt nicht darum herum, ein umfangreicheres Werk ergänzend heranzuziehen.

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Peter Stephan: Fotos, die die Welt bewegten


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